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Betrug bei Wohnungsangeboten

Haus am Fischhaken
Betrug bei Wohnungsangeboten
Kriminelle geben sich als Vermieter von nicht existierenden Wohnungen aus und versuchen so an Daten, Geld oder sogar sexuelle Dienstleistungen zu kommen.
LKA NRW

Häufig geben sich Täterinnen und Täter als andere Personen aus, um kriminelle Handlungen zu begehen – zum Beispiel als Vermieter von nicht existierenden Wohnungen, die sie bei verschiedenen Anbietern von Kleinanzeigen einstellen. Zielrichtung bei diesen Maschen ist immer die gleiche: Durch selbst konstruierte Legenden

  • gelangen die Kriminellen entweder in den Besitz von digitalen Identitätspapieren der Geschädigten, mit deren Daten sie dann weitere Straftaten begehen, oder
  • sie verlangen Vorauskasse für eine im Nachgang nie stattfindende Wohnungsbesichtigung, oder
  • sie erwarten statt Miete eine sexuelle Gegenleistung.

 

Zielrichtung Identitätsdiebstahl

Die Betrüger inserieren auf verschiedenen Wegen zumeist zentral gelegene und kostengünstige Wohnungen bzw. antworten auf Wohnungsgesuche. In beiden Fällen senden sie dem Interessenten per Mail einen Link zu, der vermeintlich zu weiteren Informationen führt. Tatsächlich münden diese aber in professionell gestaltete Fake-Seiten. Schon die Registrierung kostet Geld. Mit weiteren Verlinkungen erfolgt die Aufforderung, seine Identitätspapiere digital zu übermitteln.

 

Zielrichtung Vorauskasse

Bei dieser Variante suggerieren die Täter den Betroffenen, die Wohnung sofort anmieten zu können, wenn sie zunächst eine Mietkaution überweisen.

 

Zielrichtung sexualisierte Gewalt 

Vermeintliche Wohnungsanbieter verabreden sich mit den Wohnungssuchenden, in der Regel in ihrer eigenen Wohnung. Hier kommt es schnell zu sexuellen verbalen Übergriffen und Angeboten, eine Wohnung bzw. ein Zimmer zu überlassen. Statt Miete erwarten die Täter sexuelle Dienstleistungen.

 

Präventionshinweise der Polizei NRW

Lassen Sie sich nie wegen eines vermeintlich sehr guten Angebotes unter Druck setzen:

  • Bei Weiterleitung auf eine Seite immer die Adresszeile im Browser prüfen, ob es sich dabei um die korrekte Webadresse handelt. Gerade bei mobilen Endgeräten ist das nicht immer gleich erkennbar. 

  • Überprüfen Sie positive Bewertungen vermeintlich zufriedener Kunden, um die Echtheit der Angebote zu bestätigen. Führen Sie dazu über eine Suchmaschine eine-Bilder-Rückwärtssuche durch. So lassen sich auch Fotos der angebotenen Wohnung auf anderen Seiten im Netz finden.

  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.

  • Transferieren Sie auf Grund solcher Mails keine Gelder, ohne sich vorher zu informieren und abzusichern.

  • Gehen Sie nicht alleine zu Besichtigungsterminen. Lassen Sie sich begleiten.

  • Wenn Sie Verständnisschwierigkeiten haben: Lassen Sie sich von einem Dolmetscher begleiten.

Wenn Sie Opfer einer solchen Straftat geworden sind: Wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige. Falls Sie schon Geld überwiesen haben, kontaktieren Sie Ihre Bank.


Weiterführende Informationen und Links


Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an die Kriminalkommissariate Kriminalprävention und Opferschutz beziehungsweise an die dafür zuständigen Dienststellen in Ihrer Nähe.

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